{"id":1,"date":"1975-01-01T12:00:35","date_gmt":"1975-01-01T12:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/michael-welker.com\/?p=1"},"modified":"1975-01-01T12:00:35","modified_gmt":"1975-01-01T12:00:35","slug":"001-autonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michael-welker.com\/en\/001-autonomie\/","title":{"rendered":"1. Der Vorgang Autonomie. Philosophische Beitr\u00e4ge zur Einsicht in theologischer Rezeption und Kritik"},"content":{"rendered":"<p>Dieses Buch wird eine theologische Auseinandersetzung mit der Philosophie vor Augen bringen. Das soll nicht um der Auseinandersetzung willen, sondern zum Zwecke der Selbstkorrektur geschehen. Die Selbstkorrektur wird die Rezeption eines Wortes betreffen, das, von der philosophischen Theorie abgel\u00f6st, als Reizwort in den Raum der Theologie getragen wurde. Sie wird nach differenzierter Kenntnisnahme eines Theoriebestandes erfolgen, der den gel\u00e4ufigen Anspruch auf Einsicht &#8211; den das Reizwort mit sich f\u00fchrt &#8211; nicht deckt.<br \/>\nEs werden philosophische Beitr\u00e4ge zur Einsicht (welche aussteht) zur Kenntnis gebracht. Der Leser wird auf den dornigen Weg in den Feinbau hochstufiger Theoriebildungen gef\u00fchrt. Er wird eines Vorganges ansichtig werden, dem mit dem Wort &gt;Autonomie&lt; Bestimmtheit gegeben werden sollte.<br \/>\nWarum die Anstrengung? Das Wort &gt;Autonomie&lt; bedingt Irritation.<br \/>\nIm Vordergrund kritisierender Anfragen an Theologie und Kirche behauptet es eine Diagnose, die zugleich ein Rechtstitel sein soll. Das Zugest\u00e4ndnis, &gt;die Autonomie&lt; sei st\u00e4rker zu beachten, zu ber\u00fccksichtigen, ist nachgerade vertraut.<br \/>\nDas Wort birgt auch Verlegenheit.<br \/>\nIn der Mitte von \u00dcberlegungen zu Anthropologie und Ethik suggeriert es eine Einsicht oder bedeutet einen Verweis auf ein Kapitel der Lehre vom Menschen, das noch zu schreiben sei.<br \/>\nVon der Autonomie der Neuzeit, des Menschen \u00fcberhaupt, der Vernunft, des Willens ist die Rede. Dunkel bleibt, auch bei scharfen Denkern, was damit gedacht ist. Das ist zumindest deshalb verwunderlich, weil bedeutende Theologen unseres Jahrhunderts das Wort &gt;Autonomie&lt; hervorgehoben haben. Friedrich Gogarten gab ihm einen zentralen Ort in seinem Werk. Paul Tillich stellte eine zitierbare Definition bereit. Warum verhalfen sie nicht dazu, dem Wort den Charakter des Reizwortes zu nehmen ? Das kann daran liegen, dass sie nicht genau genug geh\u00f6rt wurden.<br \/>\nEs kann aber auch der Fall sein, dass gegenw\u00e4rtiger Rede von &gt;Autonomie&lt; ein Theoriebestand der philosophischen Tradition vor Augen \u00bbschwebt\u00ab, den sie in jenen Werken nicht ber\u00fccksichtigt findet. In beiden Erw\u00e4gungen aber steht die theologisch legitime und das hei\u00dft sachlich angemessene Rede von Autonomie im Werk Gogartens und Tillichs nicht in Frage.<br \/>\nKarl Barth h\u00e4tte hier Zweifel geltend gemacht. Auch diese Arbeit wird Bedenken vorbringen. Dass sie hierzu einen eigenen Weg einschl\u00e4gt, wird sie als grunds\u00e4tzliches Problem innertheologischer Auseinandersetzung festhalten.<\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-overflow:visible;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-alignleft\"><a class=\"fusion-button button-flat button-medium button-lightgray fusion-button-lightgray button-1 fusion-button-default-span \" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/michael-welker.com\/bibliographie\/welker_001.pdf\"><span class=\"fusion-button-icon-divider button-icon-divider-left\"><i class=\" fa fa-arrow-circle-o-down awb-button__icon awb-button__icon--default\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/span><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default fusion-button-text-left\">Volltext (PDF)<\/span><\/a><\/div>\n<p>&nbsp;<div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Buch wird eine theologische Auseinandersetzung mit der Philosophie vor Augen bringen. 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